Navigation überspringen.
Startseite

Quellenhinweis zu: Haberer-Polka – von Sigi Ramstötter und der Teisendorfer Tanzlmusi

Mitreissende schnelle Polka der oberbayerischen Volkstanzpflege nach dem 2. Weltkrieg.

Qu: Mitte der 1950er Jahre sammelte Sigi Ramstötter (geb. 1929) in Teisendorf Musikanten um sich, um die Volkstanzabende, die der oberbayerische Tanzmeister Georg von Kaufmann (1907-1972) meist als Abschluss von Volkstanzkursen gestaltete, mit der gewünschten Musik zu bespielen. Während für die überlieferten Figurentänze die Melodien feststanden, fehlte es z.B. bei den schnellen Polkas an passenden Stücken. Seit den 1960er Jahren gestaltete Sigi Ramstötter für die Teisendorfer Tanzlmusi (Klarinette, Trompete oder Klarinette, Posaune, Akkordeon, Kontrabass) teils nach überlieferten Motiven und Melodieteilen neue Walzer, Boarische und vor allem Polkas. Die "Haberer-Polka" hat die Teisendorfer Tanzlmusi am 15.4.1967 im Bayerischen Rundfunk aufgenommen (Dokumentation "Teisendorfer Tanzlmusi, die erste Tanzlmusi in Oberbayern – Ein kleines Notenbuch mit Worten, Bildern, Dokumenten und Erinnerungen", VMA 1999). Dort sind auch Sigi Ramstötters Bemerkungen zu dieser Polka zu lesen:

Quellenhinweis zu: "Die hohe Alm werd a scho grean" – Liedweise

Einfühlsame almerische Weise aus der alpenländischen Volksliedpflege für 5 Blechbläser.

Qu: Das in der oberbayerischen Volksliedpflege (vgl. Hirankl-Horankl, Erfurt 1943) des Fanderl Wastl (1915-1991) vor allem auch über den Gesang der Wirtsleute von St. Georgen, Loni (1910-1996) und Martl (1914-1990) Meier, nach 1945 bekannt gewordene Almlied stammt wohl aus der Steiermark (u.a. Slg. Konrad Mautner "Steyerisches Rasplwerk" Wien 1910, S. 219 und "Alte Lieder und Weisen aus dem Steyermärkischen Salzkammergute", Wien/Graz 1918, S. 198). Die 1. Strophe lautet bei Loni und Martl Meier "Die hohe Alm werd a scho grean, die Vogelein singen so wunderschean. Die Bäumelein blüahn so weiß wia Schnee, wann i zu mein Dirnei ausgeh." (vgl. Liederheft "Geht da Steg übern Bach", VMA 1997, 4 Strophen). Bearb.: VMA/ES/Meixner.

Quellenhinweis zu: Aufzugsmusik Nr. 3 – für Trompeten und Pauken

Intratenmusik des 18. Jahrhunderts aus Kloster Weyarn zu festlichen Gelegenheiten.

Qu: Bläseraufzug aus dem Augustinerchorherrenstift Weyarn, erhalten geblieben in Stimmennotation des Chorherrn Prosper Hailler (1742-1792), 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Original in Dombibliothek Freising, Wey 666-675, fünf Stimmbücher. N: Spielheft 5 "Intraden aus Weyarn für vier Blechbläser und Pauken", VMA 1995, S. 8.TA: VMA/TIV-0211; Klaus Eham (Trompete), Karl Murnauer (Trompete), Annemarie Meixner (Trompete), Hubert Meixner (Posaune), Valentin Meixner (Pauken); 18.11.1995, Nikolauskapelle Kloster Seeon.

Quellenhinweis zu: Polka francaise (No. 12)

Lebendige Tanzweise für kleine "Türkische Musik" mit Klarinetten, Blech und Trommeln.

N: Dokumente regionaler Musikkultur – Quellenheft 24 "Zwölf Stücke für kleine Harmonie und türkische Musik ad libitum in ausgesetzten Stimmen", 1864 herausgegeben von Peter Streck (Opus 167), VMA 1996, S. 6. TA: VMA/TRM-0165; Hans Eham (Klarinette in Es, Leitung), Jürgen Schubert (Klarinette in B), Klaus Eham (Flügelhorn in B), Werner Schubert (Es-Trompete), Hartl Ransberger (Es-Horn), Leonhard Halmanseger (Tenorhorn in B), Hans Ransberger (Bombardon), Sepp Schmid und Markus Steiner (große und kleine Trommel, Schlagwerk); 14.10. und 6.11.1990, Fagana-Halle in Vagen. CD: "Polka – Regdowak – Barade-Marsch", VMA 2001, Nr. 31.

Quellenhinweis zu: Marsch von 1819

Historische Marschmusik aus der Zeitenwende vom 18. zum 19. Jahrhundert, erstmals aufgezeichnet in der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde (Wien 1819), nach dem damaligen Sekretär "Sonnleithner-Sammlung" genannt.

Qu: Dieser "Marsch" steht als Nr. 1 in Folge 1 der "Bauernmusi" (Zoder/Preiss, Leipzig 1919), in der Erstausgabe mit dem Hinweis "aus Oberösterreich, 1819".
In der Zeitschrift "Das deutsche Volkslied" (32. Jahrgang, Wien 1930, S. 61 ff) ist der Aufsatz "Mozart und die Bauernmusi" von Prof. Dr. Heinrich Simon, Berlin, abgedruckt. Er bezieht sich auf obigen Marsch: "… als erstes Stück die Beschreibung eines 'sehr alten', in Oberösterreich, Innviertel, aufgezeichneten Tanzes, … Die dazugehörige Weise erinnert so stark an das Rondo einer Mozartschen Violinsonate [F-Dur, Op. 2, Nr. 1], daß an einen Zusammenhang beider nicht zu zweifeln ist ... Möglich ist das Aufgreifen der Volksweise durch Mozart genau so gut wie das Eindringen der Mozartschen Weise ins Volk. … Das dabei angegebene Jahr 1819 bezieht sich auf das Zusammenbringen der im Besitze der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien befindlichen Sonnleitnerschen Sammlung, aus der der Marsch stammt; er ist also sicher älter als 1819".

Quellenhinweis zu: "Ländler"

Als "Nr. 41" und "Nr. 42" sind diese teils überlieferten 16- und 8-taktigen Melodien vom jungen Rosenheimer Stadtmusikmeister Franz Xaver Berr als gemütliche Ländler für Blechmusik arrangiert und wohl um 1880 in 9 Stimmhefte eingetragen worden.

Qu: Sammlung der Notensätze für 9-stimmige Blechmusik von Franz Xaver Berr (Stadtarchiv Rosenheim und VMA); insgesamt 57 Stücke in kleinformatigen Stimm-büchern, begonnen "von Berr jun.". TA: VMA/TRM-0639; Michael Mayer (Trompete in B), Klaus Eham (Flügelhorn in C/B), Hans Demberger (Es-Trompete 1), Paul Niedermaier (Althorn in B), Werner Schubert (Es-Trompete 2), Christian Lang (Basstrompete), Klaus Stadler (Basstrompete), Georg Huber (Posaune), Peter Denzler (Basstuba, zugleich Direktion); 21.7., 28.7. und 7.9.2001, Fagana-Halle in Vagen. CD: "Bum Polka –  Liebes Perlen –  Wetterlaunisch", VMA 2002, Nr. 9.

Quellenhinweis zu: "Der Narrische" – Schottisch

Für Klarinetten gibt es mehrere Bravourstücke in der regionalen Tanz- und Unterhaltungsmusik (z.B. "Klarinettenmuckl"). Der Schottisch "Der Narrische" findet sich schon vor dem 1. Weltkrieg in Musikantenhandschriften und stellt besondere Anforderungen an den Spieler der Es-Klarinette. Das war oftmals der Musikmeister - so auch bei den Blaskapellen Schwarzfischer, Ebner oder Finsterer, die diesen Schottisch selbstverständlich auch in ihrem Repertoire hatten.

N: dB 14, VMA/Peter Denzler/AK Dörfliche Blasmusik 1996. TA: VMA/TIV-0146; Hans Eham (Es-Klarinette), Anja Weyrauch (B-Klarinette), Helmut Scholz (B-Klarinette), Sebastian Hafner (Trompete), Michael Mayer (Trompete), Klaus Eham (Flügelhorn), Werner Schubert (Flügelhorn), Sebastian Lang (Tenorhorn), Michael Lang (Bariton), Alois Schlemer (Basstrompete), Paul Niedermaier (Posaune), Georg Huber (Posaune), Peter Denzler (Tuba und Leitung), Josef Schmid und Matthias Schmid (große und kleine Trommel); 22.11.1998, Trachtenheim Hittenkirchen.

Quellenhinweis zu: Hochzeitslandler – Partie 5

Kürzere Partie mit 8-taktigen Landlern (3 Melodien für Klarinetten und 2 Melodien für Flügelhörner) in verschiedenen Tonarten und gemeinsamem Schlusslandler.

Qu: Siegi Stocker aus Marktschellenberg/Maria Gern hat handschriftlich die früher bei Hochzeiten in Berchtesgaden und Marktschellenberg auswendig gespielten Hochzeitslandler festgehalten (Feldforschung EB/ES). TA: VMA/TRM-0936; Siegi Stocker (1. Klarinette), Sepp Stocker (2. Klarinette), Franz Moldan (Flügelhorn/Trompete), Karl-Heinz Köppl (Flügelhorn/Trompete), Franz Kurz (Posaune), Jakob Walch (Posaune), Hans Krenn (Tuba); 4.2.2006, Maria Gern.

Quellenhinweis zu: Polonaise (No. 6)

Schreittanz zur Eröffnung eines Balles, teils liedhafte Melodie, bewegter Bass. Die 7-stimmige kleine Blasmusik war um 1900 in vielen oberbayerischen Orten gebräuchlich.

Qu: Aus den Notenhandschriften von Josef Koch, der ab 1890 fast 150 Stücke in sauberer Schrift in 7 Stimmbücher eingetragen hat. In der Regel tragen die 2 Klarinetten die Melodie, teilweise unterstützt von Trompete und Althorn. Es-Trompete und Basstrompete sorgen für eine solide Begleitung, darunter ist der Bass zuständig für die Grundtöne und manche überraschende Wendung. N: Dokumente regionaler Musikkultur in Oberbayern – Nachdruck von Besetzungen (5), hier Nr.

Quellenhinweis zu: Kleinmehringer – Zwiefacher

Auswendig zum Tanz gespielter überlieferter Zwiefacher für traditionelle Blechmusik.

Qu: Feldforschung ES mit Wastl Biswanger in Ingolstadt und Umgebung. N: Dokumente regionaler Musikkultur – Quellenheft 15, VMA 1990. TA: VMA/TRM-0064; Kapelle Oberbauer: Martin Eittinger (Flügelhorn in B), Max Breindl (Flügelhorn in B), Werner Schneider (Trompete in B), Josef Hünerbein (Trompete in B), Wastl Biswanger (Althorn in Es), Hans Oberbauer jun. (Posaune), Franz Oberbauer (Posaune), Hans Oberbauer sen.